23.4.08

Totenbuch - Helmarshausen 1744 - Schröder

Ich denke natürlich immer positiv, daher sehe ich immer überall Schröders.
Vielleicht könnt Ihr mir helfen. Wo seht Ihr hier den Namen Schröder?
Ich sehe ihn hier:
- 6.2.1744: Anna Elisabeth; des Invaliden Christoph Schröders Töchterlein 2.J. ein Zwilling
- 24.2.1744: Catharina Elisabeth. Henrich ?Schröders? Töchterl. im 3. L.Jahr.
- 25.2.1744: Johann Hennrich unter ??? Henrich ?Schröders? Söhnlein im 5. L.Jahr.

Seht Ihr noch mehr Schröders bzw. müssen wir welche aussortieren?

22.4.08

Taufbuch Langenthal 1704-1705

Der folgende Taufbuchauszug stammt auch von Klaus Kunze.

Momentan erkenne ich zwei Schröder-Einträge:
- 10. August 1704
- 24. Mai 1705



Was ich bisher zu lesen glaube:

Transkription:
24. Mai 1705
Johann Henrich Schröders
Johann Conrad, geboren
d.(=dies oder den) 20. ten ej. (=ejusdem=desselben Monats): abendts zwischen
8. und 9. uhr.
Susceptores:
Ricus Hans Wigainds
Sohn zu Deyßell

Unklar:
- Interessant ist hier, dass der Pate anscheinend über seinen Vater identifiziert wird.

21.4.08

Quellen

Kirchenbuchämter

Pfarrämter und Kirchen

Christopher Jorns Schröder
- Aufzeichnungen und Stammbäume von Helmut Schröder (1930-1982).
- Digitalisierter Stammbaum der Familie Schröder (gedcom).
- Kopien diverser Auszüge der Kirchenbücher von Deisel, Langenthal und Helmarshausen.


- Kopie der Hetrina in Auszügen

19.4.08

Heiratsbuch Helmarshausen 1750 - 1754: Hennrich Schroeder (1708-1766)

In dieser Kopie finden wir gleich drei Einträge zur Familie Schröder:
- Hennrich Schroeder und Anna Dorothea Bönning
- Christopf Schröder
- Johann George Schroeder



1. Eintrag (Übersetzung)
15. Juni 1751
Hennrich Schroeder. Linnweber im Hagen; alß Witwer
mit Anna Dorothea Bönningen vid. infra catal. (=siehe unten) pom. 1748.d.3.???

Interpretation:
- pom., manchmal auch pomer. geschrieben=post meridiem=nachmittags
- poenit.=poenitentarium=Beichtvater=Bußpriester (siehe: Eintrag 1750 Ludwig Hillbrand auf derselben Kopie)

2. Eintrag (Übersetzung)
20. Juni 1751
Christopf Schröder illius frater (=dessen Bruder): Schäfer auf hiesigem Edelhof
mit Anna Maria Schare. Praevia absolutione (=nach vorangegangener Vergebung; infolge geleisteter Kirchenbuße).

Interpretation:
- "dessen Bruder" bezieht sich auf den vorherigen Eintrag und bedeutet, dass der vorher genannte Hennrich Schroeder der Bruder von Christopf Schröder ist.
- Das mit der Absolution kann auch bedeuten, dass sie von der Kirche vor der Trauung die Absolution erhielten oder erkauften, was damals unter Umständen üblich war.
- Klaus Kunze schreibt: Die hatten nämlich am 16.11.1750 nach Karlshafener luth. Kb. einen Johann Christoph taufen lassen.
Die Frau war aus Drenke, T.v. Joh. Henrich Schare. (Hier warte ich noch auf die Kopie dieser Geburtsurkunde.)

3. Eintrag (Übersetzung)
4. Februar 1754
Johann George Schroeder Strickler und Linnweber
mit Jgfr. Ann. Marg. Wäscher samt Spielleute:

Unklar:
- Wäscher oder Wäsche... das kann uns letztlich nur ein weiterer Eintrag bzw. ein Index sagen.

Interpretation:
- Spielleute=Fahrende
- Spielleute=Die Hersteller von Spindeln/Spindelmagen wurden Spilmacher genannt. Ist vielleicht weit hergeholt... aber der Johann war doch Strickler und Linnweber, vielleicht hat das was damit zu tun??
- Spielleute=Ein Spielmann war im Mittelalter ein Musiker. Ich tendiere zu dieser Interpretation, da das auf derselben Seite wohl häufiger vorkommt.
- Der Doppelpunkt am Ende kommt häufiger vor und ist wohl durch das nachfolgende Datum begründet.

Helfer:
Hortulana (Genealogieforum)
Alexander Weber (Genealogieforum)
Walter Stauffenegger (Genealogieforum)
Amsler (Genealogieforum)
Klaus Kunze (Familienforscher)

Weitere Quellen:
- Erwähnung des Edelhofs (erbaut 1699) in Helmarshausen

18.4.08

Taufbuch Langenthal: Henricus Schröder (1708-1766)

Henricus (=Hennrich) Schröder, der Sohn von Johann (=Hanß) Henrich Schröder, ist, laut unseres Vaters Aufzeichnungen, unser direkter Ahne in der väterlichen Linie. Er wurde am 26.05.1708 in Langenthal geboren und starb am 27.06.1766 in Helmarshausen. Sein Beruf war Leineweber. Er war der Vater von Johann Christoph Schröder (1751-1800) (Gemälde s.u.).

Hier ist der Taufbuchauszug:



Es geht um den dritten Eintrag auf der rechten Seite. Ich brauche wieder Lesehilfe, denn ich bin unsicher.

Schritt 1 Übersetzung:
Parentes ae liberi
1708 Langenthal
d. 3. Juni
Dom: Trinit. ist Hanß Henrich Schröders Söhnlein
getauft worden. Geboren
d. 26. Mai des abendts
benahmet Henricus.

Subceptores
Ricus Alberding, Kirchenältester.

Schritt 2 Interpretation:
Parentes ae liberi (=Eltern der Kinder)
1708 Langenthal
d.(=dies=Tag oder =den) 3. Juni
Dom: Trinit. (= Domini Trinitas=Tag des Herrn der Dreifaltigkeit=Trinitates=Sonntag nach Pfingsten) ist Hanß Henrich Schröders Söhnlein
getauft worden. Geboren
d. 26. Mai des abendts
benahmet (Geschlossen aus vorherigen Einträgen. Der Schreiber nutzt wahrscheinlich immer ähnliche Formeln) Henricus.

Subceptores (=Aufnehmer, Gastfreund, Unterstützer - was wohl einem Paten entspricht)
Ricus Alberding, Kirchenältester.

Helfer:
Alexander Weber (Genealogieforum)

Hilfsmittel:
- Latein Wörterbuch

17.4.08

Kirchenbücher

Bisher habe ich immer nur gehört, dass viele Kirchenbücher im 30-jährigen Krieg (1618-1648) verbrannt sind. Das ist aber nicht unbedingt so, denn laut der folgenden Quelle hat es einen ganz anderen Grund warum es keine älteren Kirchenbücher gibt.
D.h. sowohl die Dänen mit Christian IV. von Dänemark (Dänisch-Niedersächsischer Krieg von 1623-1629) als auch die Schweden mit Gustav Adolf von Schweden (Schwedischer Krieg von 1630-1635) haben nicht unbedingt Schuld daran, dass wir unsere Ahnen nicht anhand von Kirchenbüchern weiter zurückverfolgen können.

Der Beginn der Geschichte der Kirchenbücher fällt in das Zeitalter des päpstlichen Absolutismus im 16. und 17. Jahrhundert. Papst Paul III. (1534/1549) war der eigentliche Inspirator und wichtigste Träger der Gegenreformation. Er berief das Trienter Konzil (1545 - 1563) ein, dass die Kirche den veränderten Zeitverhältnissen anpassen sollte und eröffnete damit die katholische Offensive gegen Luthertum, Zwinglianismus und Kalvinismus. 1563, gegen Ende dieses Konzils, wurde die Einführung von Tauf- und Ehebüchern beschlossen. Sterberegister wurden übrigens erst 1614 eingeführt.

Im habsburgischen Kaiserstaat Österreich wurde mehr als 200 Jahre später von Kaiser Joseph II. (1780/1790), am 20. Februar 1784, infolge zahlreicher Reformen, eine Verfügung erlassen, die die getrennte Führung von Geburts-, Heirats- und Sterberegistern vorsah und die deren Form genau vorschrieb. Eine besondere Bedeutung hatte wohl auch § 9. Die Pfarrer hatten zwei Listen mit Jahresübersichten zu erstellen. Sie dienten den Kreisämtern zur Erfassung der Bevökerung und den Konskriptionsbezirken zur Erfassung von Soldaten.
Daraus wird verständlich warum spätestens ab diesem Zeitpunkt, in fast allen Pfarren des Kaisertums, die Matrikeln äußerst gewissenhaft geführt wurden.

Dieses historische "Schmankerl" im Wortlaut:

Sir Joseph der Zweyte,
von Gottes Gnaden erwählter Römischer Kaiser,
zu allen Zeiten Mehrer des Reichs,
König in Germanien, Hungarn, und Böhmen, Galizien, und Lodomerien etc.
Erzherzog zu Österreich, Herzog zu Burgund, und zu Lothringen, etc.etc.
Die Register über Trauung, Geburt, und Sterben sind sowohl in Ansehen der öffentlichen Verwaltung, als der einzelnen Familien von größter Wichtigkeit. Die öffentliche Verwaltung erhält daraus über das Verhältnis, über die Vermehrung oder die Verminderung der Ehen, über den Zuwachs und Abgang der Gebohrnen, über die Vergrößerte oder verminderte Sterblichkeit nützliche Kenntnisse. Einzelnen Familien diesen sie in mehr als einer Angelegenheit zu beweisenden Urkunden, und nicht selten sind sie die Grundlage gerichtlicher Entscheidungen, von denen der Stand des Bürgers, und ganzer Verwandschaften abhängt. Aus diesem Grunde sind Wir dem Wohl unterer Unterthanen die Sorgfalt schuldig, diesen Registern, deren Gestalt bis itzt bloß willkürlich, deren Glaubwürdigkeit von einem einzelnen Menschen abhängig war, eine solche Einrichtung vorzuschreiben, welche, da sie dieselben Absicht des Staates brauchbarer machet, mit der allgemeinen Gleichförmigkeit, zugleich die gesetzmässige Sicherheit vereinbaret.

§. 1.
Jeder Pfarrer also hat von nun an über seinen Sprengel drey abgesonderte Bücher zu führen: ein Traungsbuch, ein Buch zu Einzeichnung der Gebohrnen, und ein Buch über die Gestorbenen. Das Trauungsbuch muß nach dem unter Nr.1. beigefügten Formular folgende Rubriken haben.
Jahr, Monat, und Tag der Trauung, den Numer des Hauses, den Tauf und Zuname des Bräutigams, die Religion, und Alter desselben, ob er unverheurathet oder Wittwer ist : Tauf und Zuname der Braut, ihre Religion, Alter, unverheurathet oder Wittwe. Tauf und Zuname der Zeugen, oder sogenannten Beistände, und ihren Stand.
§. 2.
Die Rubriken des Bräutigams und der Braut werden von demjenigen eingetragen, so die Trauung verrichtet. Die Zeugen aber sollen, wenn sie des Schreibens kündig sind, sich jedesmal eigenhändig einschreiben. Können sie nicht schreiben, so schreibt der Schulmeister, oder sonst jemand an ihrer Stelle ein. Jedoch müssen sie an ihrer Statt gemachte Einschreibung mit einem Kreuze, oder sonst einem Zeichen von ihrer Hand aif die Art, wie es sonst bei Testamenten oder Verträgen üblich ist, bekräftigen.
§. 3.
Am Ende einer jeder Seite des Trauregisters unterzeichnet der Pfarrer seinen Namen eigenhändig. Wenn aber eine Trauung nicht von dem Pfarrer selbst verrichtet worden, so muß bei jedem Falle von dem Trauenden besonders unterzeichnet werden. Ein ordentlicher Kooperator unterzeichnet ledig mit dem Beisatze Kooperator. Wenn aber ein fremder Pfarrer an der Stalle des Pfarrers die Trauung verrichtet, so ist seiner Fertigung noch beizusetzen: daß er von dem Pfarrer die Vollmacht erhalten hat.
§. 4.
Um sowohl die Zahl der Gebohrnen überhaupt, als die Zahl der Kinder von jedem Geschlechte, dann ob sie in oder ausser der Ehe erzeugt worden, sehen zu können, sind dem Geburtsregister nach dem Formular Nr.2 folgende Rubriken zu geben
Jahr, Monat und Tag der Geburt, der Hausnummer, des Kindes Taufname, sein Geschlecht, ob ehlich, oder unehlich : der Tauf und Zuname der Aeltern, ihre Religion : Der Tauf, Zuname und Stand der Pathen (Gevatter).
Bei unehlichen Kindern ist der Name des Vaters in den Taufbüchern nicht mehr beizusetzen. Denn diese bloß nach der Aussage der Mutter, nach einem ungefähren Rufe, oder die Vermuthung des Seelsorgers mögliche Einschreibung bleibt immer sehr zweydeutig, setzt den vermeinten Vater in den Augen der Welt herab, und hat im Rechte weder auf Mutter noch Kind einigen Einfluß. Nur dann also ist bei unehelichen Kindern der Name des Vaters beizusetzen, wenn dieser sich selbst dazu bekennt.
Die Pathen müssen gleich den Zeugen im Trauungsbuche entweder eigenhändig einschreiben, oder wenn jemand an ihrer statt einschreibt, die fremde Hand durch ein beigesetztes Zeichen bekräftigen.
§. 5.
Die Sterberegister bei den Pfarrern sind aller Orten nach dem Formular Nr.3 mit sechs Rubriken zu führen, nämlich Jahr, Monat und Tag des Todes, die Hausnummer, Name, Religion, Geschlecht, und das angegebene Alter des Gestorbenen. Wo aber in einem Orte zwar keine Todtenbeschau, jedoch ein Kreisphisikus, oder geprüfter Wundarzt vorhanden ist, kommt zu den vorigen noch die siebente Rubrike, nämlich der Krankheit und Todesart beizusetzen. Zu diesem Ende werden die Kreisphisici und Ortschirurgi angewiesen, dem Pfarrer bei jedem Gestorbenen, zu dem sie gerufen worden, die Krankheit schriftlich anzuzeigen.
§. 6.
Die Juden sind gleichfalls zu Führung dieser drey Register anzuhalten, und von denselben die vorgeschriebenen Rubriken mit der geringen auf ihre Religion angewendeten Aenderung beizubehalten. Wo der Ortsrabiner aufgestelt ist, hat derselbe die Register zu führen : bei einzelnen Familien aber derjenige Rabiner, welcher dem Orte an nächsten wohnet.
§. 7.
Bei Untersuchung der Diözesen ist es die Pflicht der Bischöfe sich jedesmal die Trauungsbücher, Geburt und Sterbregister vorlegen zu lassen.
§. 8.
Auch die Kreisbeamten haben von Zeit zu Zeit nachzusehen, ob diese Bücher aller Orten nach der Vorschrift geführt werden.
§. 9.
Zu End eines jeden Jahrs sollen die Pfarrer, wie auch die Rabbinen von allen 3 Registern eine mit dem Formular in Rubriken übereinstimmende Jahrstabelle zusammziehen, und dieselbe längstens bis halben Jänner, nebst dem Konskriptionsbezirke, auch an das Kreisamt einschicken.
Gegeben in unserer Haupt= und Residenzstadt Wien, den 20ten Tag des Monats Februarii im siebenzehnhundert vier und achtziggsten unserer Regierung, der römischen im zwanzigsten, und der erbländischen im vierten Jahre.
Joseph
Leopoldus Comes à Kollowrat
Reg Boh Sup & A.A. prius Canc.

Johann Rudolph Graf Chotek
Tobias Philipp Freyherr von Sebler
Ad Mandatum Sac Cael
Regiae Majestatis proprium
Joseph von Sonnenfels
Beilagen - Formulare für:
Nr.1. - Trauungsbuch
Nr.2 - Geburtsbuch
Nr.3 - Sterberegister

Quelle

15.4.08

Neuer Kopf in unserem Stammbaum

Vor kurzem habe ich ein paar Informationen von Klaus Kunze aus Uslar bekommen, die vielleicht einiges in unserem Stammbaum ändern werden, wenn sie sich dann auch belegen lassen.

Wenn Ihr auf die folgende Grafik klickt, seht Ihr eine Neuerung. Hennrich Schröder (1708-1766) hat, wie einige sicherlich schon vermutet haben, Geschwister. Bisher hatten wir diese Informationen nicht. Klaus Kunze hat mir einige Kopien überlassen, die das wahrscheinlich verifizieren werden. Bis dahin nehme ich die Geschwister als unbestätigt in den Stammbaum auf und nenne Klaus Kunze als Quelle.